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Meine Reise durch Japan

Wer mir bei Instagram folgt, kann es kaum übersehen haben: Ich war für knapp drei Wochen auf Reisen im wunderbaren Japan. Die Reise war ein lang ersehntes Geschenk an mich selbst, nachträglich sozusagen, zum Bachelor, den ich zu Anfang des Jahres abgeschlossen habe. Bis dato und auch in den vergangenen Jahren, gab es irgendwie keine Zeit, endlich den großen Asien-Traum zu erfüllen. Japan stand ganz oben auf der Wunschliste und ich war überglücklich, als mein Liebster und ich im April unsere Flüge nach Tokyo buchten. Die 17 Tage auf der verrückten Rieseninsel waren zu schön, um nicht einige Anekdoten und Eindrücke heute mit euch zu teilen. Ich versprech’s – ich halte mich kurz.

Am 28. August begann unsere Reise von Berlin nach Tokyo. Mein erster Langstreckenflug nach über sechs Jahren. Insgesamt waren wir fast 24 Stunden unterwegs – ich habe sämtliche Airplane Spiele durchgezockt und sag’s euch: Nach müde kommt doof:

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Angekommen, kurz vor Mitternacht, konnte ich mir nach der einstündigen Busfahrt ins Stadtzentrum ein erstes Bild von der japanischen Hauptstadt machen. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass es SO groß ist. Ein Gebäude reihte sich aneinander, ich hatte sofort das Gefühl für Nord/Ost/Süd und West verloren. Gott sei Dank hielt der Bus nur wenige Minuten von unserer ersten Unterkunft in Shibuya entfernt an. In Shibuya reiht sich nicht nur ein Skyscraper an den anderen – es ist zugleich das Zentrum für das Nachtleben. Egal an welchem Wochentag, in Shibuya ist nachts die Hölle los. Die Atmosphäre erinnerte mich ein bisschen an die Hamburger Reeperbahn, mit kleinen fragwürdigen Seiteneingängen, und dass obwohl eigentlich alles ganz anders ist. Die Schilder und Plakate größer, der Geräuschpegel nahezu schweigend. Generell würde man in Tokyo niemals auf Gekreische, laute Diskussionen am Telefon oder ähnliches stoßen. Aber dazu später mehr.

In Shibuya fanden wir witzige Orte, viele Shoppingmöglichkeiten (Uniqlo, Tokyo Hands, ein riesen Muji…) und eine grandiose Sushi-Restaurant-Erfindung: Bestellung über Tablet und schwebene Anlieferung in Windeseile.

Shibuya Sushi

Neben japanischen Köstlichkeiten checkten wir in Tokyo zunächst die Kunstszene ab. Zu meiner Freude fand gerade eine Ausstellung über die niederländische Designerin Iris van Herpen statt. Besonders beeindruckt hat mich das 3-D Druck Kleid.

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Am dritten Tag in Japan begannen wir eine 9-tägige Rundreise und machten uns auf den Weg nach Ito, eine Stadt am Meer. Südlich von Tokyo gelegen, besuchten wir auch die nur eine Stunde entfernte Stadt Shimoda, die von wunderschönen Sandstränden umgeben ist.

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Nach zwei Tagen am Meer und Onsen-Bädern der Stadt (hier badet man nach japanischer Tradition in heißem Quellwasser), zogen wir mit aufgeladener Batterie weiter nach Kyoto, Kobe und Osaka. In allen drei Städten faszinierten mich die kreativen Viertel mit vielen hübsch kuratierten Second Hand Geschäften, kleinen Concept Stores und Café. Schnell wurde deutlich, wie viel Liebe Japaner in Details und klare Ästhetik stecken.

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Eine Mini-Art Gallery mit feinem Café und dem besten Cheese Cake in Kobe. Zwischen Sannomiya und Motomachi finden sich kleine Einkaufsstraßen mit tollen Shops, die aussehen wie dieser:

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In meinem Urlaub sollte auch eine kleine Fashion-Abstinenz nicht zu kurz kommen, weshalb ich mich, zurück in Kyoto, vor allem auf die japanische Kultur gefreut habe. Wir wollten sie näher erkunden, besuchten daher einen Samurai Profi und aßen seine typischsten Speisen, besuchten Shreine und Tempel, wanderten durch die Berge von Arashiyama, sahen Geishas, einen Bambuswald, besuchten einen Töpfer-Meister und fütterten Affen. Ein Balsam für die Seele!

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Durchaus haben wir auf der Reise auch seltsame Dinge gegessen. Bis heute weiß ich zum Beispiel nicht so Recht, was das Lunch in den neun Schälchen war. Obanzai heißt das Traditionsmahl aus Kyoto, das ich unbedingt ausprobieren wollte. Hat super geschmeckt!

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Obwohl Osaka mir von allen Städten in Japan am wenigsten zugesagt hat, habe ich mich in diesen Shop am meisten verliebt: Biotop. In Tokyo gibt es einen zweiten Shop.

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Nach einer weiteren kulturellen Bereicherung, unserem Tagestrip nach Hiroshima und dem Denkmal, Friedenspark und Museum, waren wir bereit für eine weitere Woche in Tokyo. Auf dem Zwischenweg legten wir noch einen Stop in Yokohama ein.

Doch overall hat mir Tokyo auch einfach am meisten zugesagt. Noch lange habe ich nicht alle Ecken entdeckt, doch so viel weiß ich bisher – folgende Viertel sollten auf eurer To Do Liste stehen, wenn ihr einmal die Chance habt die Stadt mit eigenen Augen zu sehen: Daikanyama, Shimotikazawa, Harajuku, Yoyogi, Shibuya, Shinjuku, Roppongi, Nakamegukoro, Shin-Okubo, Koenji. Fast überall kann man sich in den Stores inspirieren lassen, wobei Harajuku mit Stores wie Opening Ceremony und Comme des Garcons sicherlich auf der Beliebtheitsliste nach oben katapultiert hat. Japan ist schweineteuer, doch japanische Labels findet ihr zu besseren Preisen als in Europa. Abgesehen davon haben wir tolle Vintage Stores entdeckt, denn die 2nd Hand Kultur ist vor allem bei den jüngeren Japanern enorm groß.

Ansonsten heißt meine Devise für Japan: Einfach treiben lassen. Viel kann nämlich gar nicht passieren. Das Volk ist grandios, freundlich, wenn auch schüchtern, und wir Euch immer mit offenen Armen empfangen, auch wenn ihr euch mit Händen und Füßen verständigen musst. Wir haben einige Japaner kennengelernt, dank Airbnb in ihren appartments gewohnt, und somit einen tiefen Einblick gewinnen können. Japan ist ein Land mit so hohem Standard und technologischem Fortschritt, dass wir uns sicherlich in wenigen Jahren noch viel mehr daran orientieren können und müssen.

Zu guter letzt mein Best of aus Tokyo in Bildern:

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Ihr plant auch eine Reise nach Japan? Folgende Guides haben mir auf der Reise geholfen, weshalb ich sie euch wärmstens empfehle: Der Eastpak City Guide, Tokyo Superfuture Guide, Monocle Travel Guide

 

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