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Allgemein, Mode

Geliebte Objekte – die Taschen von PB 0110

Am ersten Tag der Fashionweek haben wir sie bereits an der Stylistin Corinna Bechtel entdeckt: Eine wunderschönes Taschenmodell von PB 0110. Bereits am nächsten Tag sollten uns die hübschen Ledertaschen wieder begegnen: Bei unserer Tour über die Seek standen Miriam und Alica plötzlich vor dem Stand des deutschen Labels. 2012 wurde PB 0110 von Philipp Bree in Hannas Heimatstadt Hannover gegründet, bereits Anfang 2013 wurde die erste Kollektion in Berlin und Paris präsentiert. Mittlerweile hat die Marke Abnehmer aus der ganzen Welt. Am Design arbeiten unterschiedliche Designer, deren Modelle nach ihren Initialien benannt werden. Philipp Bree, der vor dem Launch seiner eigenen Taschenlinie über ein Jahrzehnt lang gemeinsam mit seinem Bruder das Familienunternehmen BREE führte, nahm sich auf der Messe spontan die Zeit für ein kurzes Interview.

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Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die Sie bei Ihrem Designprozess im Kopf haben?

Es gibt viele Herangehenweisen, wie man eine Kollektion entwickeln kann. Klar habe ich Frauentypen im Kopf. Aber es ist nicht so, dass die an ein Alter gekoppelt sind, dass ich sage, es muss die superhippe 25 bis 30-jährige sein.

Denken Sie an jemanden, den sie kennen? Sodass ein persönlicher Bezug besteht?

Das passiert erst, wenn ich die ersten Muster an Personen sehe. Es geht mehr darum, dass das Objekt Tasche zu unterschiedlichen Outfits, Aussagen und  Trends passen soll. Dass es sich ein bisschen zurücknimmt, aber längerfristig funktioniert. Ich mag es, wenn die Tasche mal zwei Jahre im Schrank liegt, und immer noch funktioniert, wenn sie dann wieder rausgeholt wird. Deshalb gestalten wir die Form so zeitlos. Mit den Farben spielen wir ein wenig, aber ich glaube, dass auch eine fliederfarbene Tasche in drei Jahren noch gut aussehen wird.

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Wie sind Sie auf das Farbkonzept der Kollektion gekommen?

Wir arbeiten mit drei verschiedenen Produktdesignern. Mein Konzept ist, dass ich mit wenigen Materialien arbeite: mit pflanzlich gegerbten Leder, Leinen und Vollmessingbeschlägen. Die unterschiedlichen Designer, die ich einlade um an den Kollektionen zu arbeiten, müssen alle mit den selben Materialien arbeiten. Da kommen unterschiedliche Vorschläge, was wir in der Farbwelt umsetzen wollen. Dann sehen wir eben, was sowohl für die Herren- als auch die Damenkollektion passt. Und das ist momentan ein Zusammenspiel. Alle Herrenmodelle funktionieren eigentlich auch für Damen.

Spielt da auch der Gedanke an Nachhaltigkeit eine Rolle? Leder und Leinen – das sind ja alles sehr hochwertige Materialien.

Ja, absolut. Ich bin auch sehr streng, was das angeht. Ich arbeite nur mit pflanzlich gegerbtem Leder. Das ist ein bisschen wie Holz, es altert gut mit der Zeit.  Natürlich ist das nachhaltig. Das sind Sachen, die qualitativ und visuell lange halten. Der Aufhänger der Marke, der Gedanke, den ich mir am Anfang gemacht habe, steht unter der Überschrift: „Die geliebten Objekte“. Es gibt Dinge, die wir alle haben, die uns in den verschiedenen Lebensphasen begleiten. Mal ist das ein Kuscheltier, ein Schmuckstück oder eine Tasche. Dieser Anspruch ist mir sehr wichtig, dem versuche ich, gerecht zu werden.

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Was steht bei PB0110 als Nächstes an? Gibt es schon ein neues Ziel?

Ich habe viele Ziele. Klar, die nächste Kollektion klopft schon an der Tür. Glücklicherweise empfinde ich das noch nicht als Druck. Wir machen wenig neue Sachen, sondern wir versuchen, dass das, was wir machen, gut ausgearbeitet ist. Was mich momentan unheimlich interessiert, ist wie die Taschen an den Personen funktionieren und ob diese glücklich damit sind.

Vielen Dank für das Interview!

Und hier gibt es eine Vorschau für euch – unsere Lieblingsmodelle aus der AW2015 Kollektion

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Text: Hanna Janzen | Fotos: Alica Schellhorn und PB 0110

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